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Wegweiser Fördermittel – Erneuerbare Energien
KfW-Programm Erneuerbare Energien – Standard
KfW-Programm Erneuerbare Energien – Standard

Ziel und Gegenstand

Die KfW Bankengruppe fördert Vorhaben zur Nutzung Erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung und zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) sowie Maßnahmen zur Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem.

Gefördert werden:

  • Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen, die die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erfüllen, einschließlich der hierfür erforderlichen Planungs-, Projektierungs- und Installationsmaßnahmen,
  • Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen zur reinen Wärmeerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien,
  • Wärme-/Kältenetze und Wärme-/Kältespeicher, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden,
  • Maßnahmen zur Flexibilisierung von Stromnachfrage und -angebot und zur Digitalisierung der Energiewende.

Ziel ist es, die verbrauchs- und erzeugungsseitige Flexibilisierung des Stromsystems sowie die Digitalisierung der Energiewende zu unterstützen.

Voraussetzungen

Die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sind zu erfüllen.

Natürliche Personen und gemeinnützige Antragsteller müssen einen Teil des erzeugten Stroms einspeisen bzw. der erzeugten Wärme verkaufen.

Bei Vorhaben mit Investitionsort außerhalb der EU müssen die Bank oder der Antragsteller die Kompatibilität des Vorhabens mit den in der EU geltenden umweltbezogenen Bestimmungen und Standards bestätigen.

Der Erwerb gebrauchter Anlagen wird nur gefördert, wenn sie nicht länger als zwölf Monate am Stromnetz angeschlossen sind oder als nicht über die KfW geförderte Anlage modernisiert werden und eine Leistungssteigerung erfolgt.

Vorhaben im Ausland müssen die gesetzlich geltenden umwelt- und sozialrechtlichen Standards des Investitionslandes erfüllen.

Von der Förderung ausgeschlossen sind Bund, Bundesländer sowie deren Einrichtungen sowie Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale unselbständige Eigenbetriebe.

Das Vorhaben muss mit der Ausschlussliste und den Sektorleitlinien der KfW Bankengruppe vereinbar sein.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines zinsgünstigen Darlehens.

Die Höhe des Darlehens beträgt bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten, max. jedoch 50 Mio. EUR pro Vorhaben.

Weiterführende Informationen

KfW-Programm Erneuerbare Energien – Premium
KfW-Programm Erneuerbare Energien – Premium

Ziel und Gegenstand

Das Förderprogramm ermöglicht die zinsgünstige, langfristige Finanzierung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Im Programmteil „Premium” werden besonders förderungswürdige größere Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt unterstützt.

Gefördert werden

  • große Solarkollektoranlagen,
  • Biomasseanlagen zur Verbrennung fester Biomasse für die thermische Nutzung,
  • KWK-Biomasseanlagen,
  • Wärmenetze, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden,
  • große Wärmespeicher,
  • Biogasleitungen für unaufbereitetes Biogas,
  • große effiziente Wärmepumpen sowie
  • Anlagen zur Erschließung und Nutzung der Tiefengeothermie.

Für Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen, Wärmenetze und große effiziente Wärmepumpen, die seit dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen werden, kann die KfW auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) zusätzliche Zuschüsse gewähren.

Ziel ist es, durch Investitionsanreize den Absatz von Technologien der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt zu stärken und so zur Senkung der Kosten und zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit beizutragen.

Voraussetzungen

Die Anlage muss überwiegend der Wärme- oder Kältebereitstellung innerhalb der Bundesrepublik Deutschland dienen.

Der Antragsteller muss Eigentümer, Pächter oder Mieter des Standorts der geförderten Investitionsmaßnahme sein, davon ausgenommen sind Contracting-Vorhaben.

Im Fall der Errichtung einer förderwürdigen Anlage im Rahmen eines Contractingvertrags muss die schriftliche Erlaubnis des Eigentümers des Anwesens vorliegen und der Contractor muss den Contracting-Nehmer darauf hingewiesen, dass er die Förderung im Rahmen dieses KfW-Programms in Anspruch nehmen will.

Die Anlagen sind mindestens sieben Jahre zweckentsprechend zu betreiben.

Von einer Förderung ausgeschlossen sind Eigenbauanlagen, Prototypen, gebrauchte Anlagen sowie mit Ausnahmen Energieerzeugungsanlagen, die eine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) erhalten können.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines zinsgünstigen Darlehens.

Die Höhe des Darlehens beträgt bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten, in der Regel jedoch max. 25 Mio. EUR pro Vorhaben.

Beim Verwendungszweck Tiefengeothermie beträgt der Förderumfang bis zu 80% der Nettoinvestitionskosten.

Im Programmteil "Standard" wird die Errichtung, die Erweiterung und der Erwerb von Anlagen und Netzen gefördert, die die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erfüllen. Im Programmteil "Premium” werden zusätzlich Tilgungszuschüsse aus Bundesmitteln gewährt. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Art der Maßnahme, kleine und mittlere Unternehmen können eine Zusatzförderung in Höhe von 10% des Zuwendungsbetrags erhalten.

Auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) kann der Tilgungszuschuss jeweils um 20% erhöht werden.

Weiterführende Informationen